Solarzelle Waldviertel
Photovoltaik im Waldviertel
Der Betrieb, der Ihre Anlage gebaut hat, antwortet nicht mehr — kein Telefon, keine Antwort auf E-Mails, die Webseite ist weg. Das ist unangenehm, aber in den meisten Punkten weniger schlimm, als es sich anfühlt. Der größere Teil Ihrer Rechte hängt gar nicht an diesem Betrieb.
Module, Wechselrichter und Speicher haben eine Garantie des Herstellers. Die ist eine freiwillige Zusage des Herstellers an Sie und läuft weiter, gleich was mit dem Errichter ist. Bei Modulen sind 10 bis 15 Jahre auf das Produkt und 25 bis 30 Jahre auf die Leistung üblich, bei Wechselrichtern 5 bis 12 Jahre, oft gegen Aufpreis verlängerbar.
Was Sie dafür brauchen: Hersteller, Typ und Seriennummer. Alles drei steht auf dem Typenschild am Gerät — beim Wechselrichter meist seitlich oder auf der Unterseite, bei Modulen auf der Rückseite. Dazu möglichst die Rechnung als Nachweis des Inbetriebnahmezeitpunkts. Fotografieren Sie das Typenschild, bevor Sie irgendwo anrufen; das verkürzt jedes Gespräch.
Zählpunktbezeichnung, zugesagte Einspeiseleistung, Zeitpunkt der Inbetriebnahme, die
Anmeldung selbst: Das liegt beim Netzbetreiber. Ein Anruf dort ersetzt die
verlorene Anlagenmappe in diesem Teil vollständig. Die Zählpunktbezeichnung steht übrigens
auch auf Ihrer Stromrechnung — eine Kennung, die in Österreich mit AT beginnt
und 33 Stellen hat. Nicht zu verwechseln mit der Zählernummer am Gerät.
Antrag, Bewilligung, Abrechnung und etwaige Behaltefristen liegen bei der Stelle, die die Förderung bewilligt hat. Das ist wichtig, wenn Sie erweitern wollen: Manche Förderungen binden die Anlage für mehrere Jahre, und eine Änderung in dieser Zeit kann die Förderung berühren.
Die Gewährleistung für die Montage richtet sich gegen den Errichter: für die Art, wie befestigt, verkabelt und abgedichtet wurde. In Österreich sind das bei Bauleistungen drei Jahre ab Übergabe. Ist der Betrieb nicht erreichbar, hängt alles daran, was mit ihm geschehen ist:
Diese drei Fälle zu unterscheiden kostet eine halbe Stunde und entscheidet, ob eine Mängelrüge irgendwo ankommt oder ins Leere geht.
Nichts davon verlangt, dass Sie an die Anlage herangehen — alles ist ablesbar oder sichtbar:
Nicht jede Auffälligkeit ist ein Fall für den Fachbetrieb. Diese drei sind es:
In allen drei Fällen lohnt es, die Fehlerhistorie im Wechselrichter auszulesen und Fotos zu machen, bevor jemand kommt. Das verkürzt die Suche erheblich und oft auch die Rechnung.
Eine Anlage ohne Betreuung läuft meist weiter — bis der Wechselrichter an seine Lebensdauer kommt. Die liegt bei 10 bis 15 Jahren, deutlich unter der der Module. Wer eine Anlage aus den frühen Zehnerjahren hat, wird in den nächsten Jahren einen Tausch brauchen, und das ist der Moment, in dem ein erreichbarer Betrieb vor Ort wieder zählt.
Wir bauen gerade einen solchen auf, im Waldviertel, für bestehende Anlagen. Angeboten wird das noch nicht — die Gewerbeberechtigung liegt noch nicht vor. Sie können sich aber vormerken lassen; dann melden wir uns, sobald es losgeht, und sagen es Ihnen auch, wenn daraus nichts wird.
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